Prävention bei Kindern


Prävention bei Kindern

Drogenmissbrauch sollte nicht nur ein Thema für Eltern von drogensüchtigen Kindern sein. Jeder Vater, jede Mutter kann schon früh dazu beitragen, dass das Kind nicht in den Brunnen fällt.

Lange bevor Alkohol oder andere Drogen eine Gefahr werden können, sollten Eltern schon beim kleinen Kind anfangen, es zur Unabhängigkeit und Eigenverantwortlichkeit zu erziehen.

Der beste Schutz gegen Abhängigkeit sind ein gutes Selbstwertgefühl und eine stabile Persönlichkeit. Kinder brauchen die Liebe und Unterstützung ihrer Eltern, um beides entwickeln zu können. Nur wenn sie sich geliebt, anerkannt und geborgen fühlen, können sie lernen, sich selbst ernst zu nehmen und sich aktiv mit ihrem Leben auseinander zu setzen.

Um einem späteren Drogenmissbrauch vorzubeugen, ist es wichtig, welches Vorbild die Eltern mit ihrer Einstellung zu Genussmitteln und Medikamenten sind. Wenn Eltern unkritisch bei jeder Kleinigkeit Schmerz-, Schlaf- oder Beruhigungsmittel gebrauchen, und unbeherrscht mit Alkohol und Nikotin umgehen, so kann sich diese Einstellung zu den „Scheinlösungsmitteln“ von Problemen unbewusst auf ihre Kinder übertragen.

Auch eine umfassende, dem jeweiligen Alter angepasste Drogenaufklärung ist sinnvoll. Jeder Vater oder/und jede Mutter sollte in allen Phasen des Heranwachsens das Gespräch mit dem Kind suchen. Im einem so geschaffenen Vertrauensverhältnis ist es möglich über alle Probleme und Befindlichkeiten, auch über Drogen,  zu sprechen. Ein Jugendlicher braucht die Diskussionen, um seine Ideale und seinen Sinn des Lebens zu finden.

Wenn ein Jugendlicher diese Ideale und Inhalte nicht findet, kann er sich nicht zu einer eigenständigen Persönlichkeit entwickeln, wird er in eine Scheinwelt flüchten und damit ist dem Drogenmissbrauch und der Abhängigkeit Tür und Tor geöffnet.

Abschreckung hat sich als Konzept der Vorbeugung nicht bewährt, weder auf dem Gebiet des Alkohols noch auf dem der illegalen Drogen oder dem des Nikotins. Kinder und Jugendliche sollten schon wissen, wie Alkohol wirkt und warum sie keinen, bzw. bestenfalls ab 16 Jahren, sowie höchstens gelegentlich und sehr mäßig Alkohol trinken sollten.

Die Gefahr von Missbrauch und Abhängigkeit ist um so größer, je früher mit dem Konsum von Alkohol begonnen wird. Deshalb sollten Eltern verhindern, dass ihr Kind zu früh, z.B. auf Familienfeiern, mit Alkohol in Kontakt kommt.

 

zurück